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Wieder Anschlag auf Christen in Mosul am 5.5.2010 PDF Drucken E-Mail
ImageWieder wurde ein Anschlag auf Christen in Mosul  verübt. Christliche Studenten waren Zielscheibe dieses Anschlags mit Toten und Verletzten. Die Evangelische Kirche in Deutschland EKD wies  in einer Pressemeldung und in einem Brief an den irakischen Ministerpräsidenten darauf hin.



Pressemeldung der EKD

EKD-Auslandsbischof fordert Sicherheit für Christen im Irak

 

Martin Schindehütte zum Bombenanschlag auf christliche Studenten in Mossul - 5. Mai 2010

  

Große Sorge und Trauer hat der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Martin Schindehütte zum Ausdruck gebracht, als die Nachricht von einem Bombenanschlag auf christliche Studenten in der nordirakischen Stadt Mossul bekannt wurde. Am vergangenen Sonntag, den 2. Mai, waren zwei Bomben am Straßenrand explodiert, als mehrere Busse christliche Studenten zur Universität in Mossul brachten. Dabei kam nach Agenturangaben mindestens ein Mensch ums Leben, hundert Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

 

In einem Brief an die irakische Regierung teilte Schindehütte die Empörung des syrisch-katholischen Erzbischofs von Mossul, George Casmoussa, und forderte von den Behörden einen entschiedeneren Einsatz für mehr Sicherheit und Schutz christlicher Minderheiten in dem Zweistromland.

 

Mit ihren irakischen Geschwistern beteten Christen in Deutschland dafür, dass endlich Frieden und Gerechtigkeit im Irak einkehren möge, so Schindehütte. „Bitte stoppen Sie die wachsende Gewalt gegen religiöse und ethnische Minderheiten in Ihrem Land durch klare Maßnahmen, um die Sicherheitslage für alle gesellschaftlichen Gruppen zu gewährleisten“, heißt es in dem Brief weiter.

 

Die Situation von Christen und anderen Minderheiten im Irak ist für die EKD von großer Bedeutung. Im Rahmen der bundesweiten Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen wurde am 28. Februar in zahlreichen Gottesdiensten der schwierigen Lage irakischer Geschwister gedacht.


Hannover, 5. Mai 2010

Pressestelle der EKD

Silke Römhild


Bishop Schindehütte wrote a letter to Mr. Prime Minister Nuri al Maliki:

Bishop Martin Schindehütte
Kirchenamt der EKD · Postfach 21 02 20 · 30402 Hannover


Nuri Kamil al-Maliki
Prime Minister of Iraq
c/o Botschaft der Republik Irak
S. E. Herrn Alaa A. Hussain Al-Hashimy
Riemeisterstraße 20
14169 Berlin

5 May 2010
Unser Zeichen:
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Recent bombing against Christian students in Northern Iraq on 2 May 2010


Your Excellency!
With dismay the Evangelical Church in Germany (EKD) learnt about the most recent
bomb attack on buses carrying Christian students in Northern Iraq last Sunday.


While our sorrow and solidarity are with the victims’ families of this cruel attack, we are
outraged about this new escalation of violence against Iraqi Christianity. We share the distress
of Archbishop Casmoussa of Mossul that there is a crucial need for clear action of your
government to establish public security and safety for Christian minorities in the country. In
previous times you repeatedly underlined your concern about safety and your strive to engage
for a better home for all in Iraq. These announcements we always noted with great
sympathy. I therefore on behalf of the Evangelical Church in Germany urge you and all
members of the Iraqi administration to ensure that the perpetrators will be prosecuted and
brought to court as soon as possible.


We trust that your government takes every possible step to end the growing of violence
against religious and ethnic minorities and sets up decisive measures in order to ensure the
safety of all groups within the Iraqi society.


With our Iraqi brothers and sisters and all people of good will we pray that peace and justice
will finally settle into the country.
Yours sincerely,
Bishop Martin Schindehütte
Head of the Department for Ecumenical Relations and Ministries Abroad

Copies to Archbishop Geroge Casmoussa, Bishop Shimoun Nona and World Council of Churches


Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 11. Mai 2010 )
 
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