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Schwester Hatune veröffentlicht ein Buch "Mein Einsatz für die Christen im Irak", 2010 |
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Schwester Hatune Dogan, geboren in Zaz im Turabdin, lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Von hier aus hat sie in Indien und im Nahen Osten ihre Aktionen gestartet und vor Ort aufgebaut, um Menschen in Not zu helfen.In einem Buch faßt sie ihre Erfahrungen über ihren Einsatz für die Christen im Irak zusammen und will zugleich auf die Situation der Christen im Irak aufmerksam machen..
Schwester Hatune Dogan mit Cornelia Tomerius
Es geht ums Überleben - Mein Einsatz für die Christen im Irak
Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2010, 191 Seiten mit 8 Seiten Farbbilder - ISBN 978-3-451-30228-2 - Preis: 16.95 EU
Schwester Hatune Dogan, Syrisch orthodoxe Christin, 1970 in Zaz im Turabdin geboren, Heimat der Syrischen Christen, lebt heute in einem syrisch orthodoxen Kloster in Warburg in Westfalen, zugleich der Sitz der Syrisch orthodoxen Kirche in Deutschland. Von dort reist sie regelmäßig in den Nahen Osten und nach Indien, um verfolgten Christen und Notleidenden zu helfen.
Auf dem Einbanddeckel hinten steht u.a.: Im Oktober 2008 fuhren Autos mit Megafonen durch Mosul. 'Christen von Mosul' hallte es aus den Lautsprechern, 'ihr habt drei Möglichkeiten: Entweder ihr werdet Muslime. Oder ihr verlaßt die Stadt. Oder wir töten euch!' Dabei handelte es sich um keine leeren Drohungen.
Verfolgt, getreten, erniedrigt - Christen im Irak sind zum Teil unvorstellbaren Misshandlungen ausgesetzt. Davon berichtet u.a. dieses Buch - sehr persönlich und einfühlend.
Die Autorin, selber Flüchtling mit ihrer Familie aus dem Turabdin - in den 80er Jahren kam sie nach Deutschland - beschreibt ihren Weg von Zaz über Istanbul nach Deutschland. Das Leid, das Christen im Irak zugefügt wurde, forderte sie als Christin heraus. Sie will helfen und macht sich auf den Weg, zunächst in die Nachbarländer des Irak und am Schluss in den Irak.
Sie schreibt über ihre Besuche in den letzten Jahren in Damaskus, in Amman, in Istanbul und zuletzt in Bagdad und im Nordirak. Sie läßt den Leser teilhaben an dem zum Teil unmenschlichen Schicksal der Christen, von denen Zehntausende vor allem nach dem Krieg 2003 ihre Heimat verlassen haben und in den Nachbarländern Schutz suchten. Sie beschreibt, was sie gesehen und gehört hat, was sie gemacht hat und noch macht. Immer wieder fährt sie in den Nahen Osten, um im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen.
In diesen Bericht, in dem die verfolgten, getretenen und erniedrigten Christen im Mittelpunkt stehen, fließen immer wieder auch Informationen über die Türkei und den Irak ein, die gleichsam den Hintergrund zum besseren Verständnis der gegenwärtigen Situation bieten.
Zugleich werden auch persönliche Erfahrungen nicht ausgeblendet, die die Autorin nicht in erster Linie als "Verwalterin der Not" erscheinen, sondern die sie als Mensch und mitfühlende Helferin erleben lassen.
Ein gut lesbares Buch über die gegenwärtige Situation der Christen im Irak! Ein nachdenkliches Buch, das manches Mal starke Nerven erfordert!
ho
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 15. Mai 2010 )
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