Baden-Württemberg hat 318 besonders schutzbedürftige Irak-Flüchtlinge aus Syrien und Jordanien aufgenommen
Die letzten 14 Flüchtlinge sind in der Landesaufnahmestelle in Karlsruhe eingetroffen
04.05.2010 Die Aufnahme von 2.500 Irak-Flüchtlingen aus Syrien und Jordanien in Deutschland ist nach etwas mehr als einem Jahr abgeschlossen. Baden-Württemberg hat davon 318 Personen aufgenommen, darunter 17 mit besonderen medizinischen Bedürfnissen. Bei etwa der Hälfte von ihnen - 162 Personen - handelt es sich um Angehörige christlicher Minderheiten. Am 27. April landete die letzte Chartermaschine aus Syrien in Hannover. Die 14 für Baden-Württemberg bestimmten Flüchtlinge sind nach kurzem Zwischenstopp in Friedland am Dienstag, 4. Mai, in der Landesaufnahmestelle in Karlsruhe eingetroffen. Von dort werden sie in Kürze landesintern weiterverteilt.
Innenminister Heribert Rech dankte den Kommunen, den Kirchen und den karitativen Organisationen im Land, dass sie an der Aufnahme und zügigen Eingliederung der Flüchtlinge aktiv mitgewirkt haben. Rech: „Gemeinsam haben wir diesen Menschen nach ihrer Fluchtodyssee wieder eine neue Lebensperspektive bieten können.“ Der Innenminister betonte, dass es nun auch an den Flüchtlingen selbst liege, sich in ihr neues soziales Umfeld zügig zu integrieren.
Ausgestattet mit einer Aufenthaltserlaubnis hätten die Flüchtlinge von Beginn an auch die Erlaubnis, sich eine Arbeit zu suchen, um möglichst bald von Sozialleistungen unabhängig zu sein. Ihre schulpflichtigen Kinder hätten jetzt die Chance, einen Bildungsabschluss zu erwerben, der ihnen eine qualifizierte Berufsausbildung ermögliche.
Bei der Verteilung der Irak-Flüchtlinge im Land sei auf bestehende Beziehungen zu bereits hier lebenden Familienangehörigen und sonstige soziale Bindungen Rücksicht genommen worden. Zugleich habe man darauf geachtet, dass eine möglichst gerechte und gleichmäßige Verteilung entsprechend der Aufnahmefähigkeit der Stadt- und Landkreise stattfinde. Die meisten Flüchtlinge (122 Personen) hätten demnach in den Kommunen des bevölkerungsstarken Regierungsbezirks Stuttgart Aufnahme gefunden, im städtischen Ballungsraum der Region Stuttgart seien es 82 Personen gewesen.
Innenminister Rech: „Baden-Württemberg wird auch künftig seiner humanitären Verpflichtung gegenüber schutzbedürftigen Menschen gerecht werden.“ Er wies in diesem Zusammenhang auf die seit etwa drei Jahren wieder deutlich ansteigenden Asylbewerberzahlen hin. Allein im Jahr 2009 seien rund 3.000 Asylbewerber nach Baden-Württemberg gekommen.
Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg




